Forschungsprojekt

La Grande Écurie du Roi

Projekt zur Erforschung und Rekonstruktion der Instrumente und ihres Repertoires am Hof Ludwigs XIV. und XV.

01.05.2007 – 30.04.2009

Supraporte des Portals der Grande Écurie (1682) in Versailles, erbaut von J. Harduin-Mansart

Die "Grande Écurie" war zu Lebzeiten der französischen Könige Ludwig XIV. und Ludwig XV. im 17. und 18. Jahrhundert eine der wichtigsten Abteilungen des königlichen Hofs. Es gab innerhalb der Écurie fünf musikalische Gruppierungen, die nach den benutzten Instrumenten eingeteilt waren: "Trompettes", "Violons, hautbois, saqueboutes et cornets", "Hautbois et musettes du Poitou", "Fifres et tambours", "Cromornes et Trompettes marines".

Über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren sind diese Ensembles in den höfischen Dokumenten gut belegt. Unter den Musikern erscheinen zahlreiche bekannte Namen der französischen Musik, wie: Philidor, Hotteterre, Chédville, Loillet, Charpentier, Dieupart, u. a. Umso mehr überrascht es, dass sowohl in den Abteilungen der Cromornes et Trompettes marines als auch bei den Fifres et Tambours immer noch unklar ist, um welche Instrumente es sich genau handelt bzw. wie ihre musikalische Verwendung im Detail aussah.

Durch die Beteiligung von Projekt-MitarbeiterInnen aus unterschiedlichen Disziplinen (Musikwissenschaft, MusikerInnen), die an den verschiedenen Teilbereichen der Grande Écurie forschen, und durch die Zusammenarbeit mit den Praxispartnern (Instrumentenbauer, Musikmuseum Basel, ensemble arcimboldo, IRPMF Paris, musiques suisses), ergeben sich die nötigen Synergie-Effekte, um das Projekt-Ziel zu erreichen: Die klingende Wiederbelebung der Grande Écurie im Hinblick auf die verwendeten Instrumente, die damit zusammenhängende Spielpraxis und das Repertoire. Nicht zuletzt geht es dabei um die Erschliessung eines neuen Terrains auf dem Feld der Alten Musik.

Die Projektdauer dieses vom Schweizerischen Nationalfonds (DORE-Programm) unterstützten Projekts beträgt 2 Jahre. Die Forschungsresultate werden an Symposien der Schola Cantorum Basiliensis vorgestellt und auf dieser Website zugänglich gemacht. Abschliessende Publikationen und eine CD sollen die Ergebnisse schriftlich und klanglich dokumentieren.

Details

  • Forschungsteam
  • Status / Aktuell
    abgeschlossen
  • Projektdauer

    01.05.2007 – 30.04.2009

  • Finanzierung

    Schweizerischer Nationalfonds, DORE-Programm

  • Projektpartner / Kooperationen

    Praxispartner

    Boaz Berney (Flötenbau)
    P.O.B. 41140
    IL-61411 Jaffa
    www.berneyflutes.com

    Walter Büchler (Trommelbau)
    Austrasse 43
    CH-4051 Basel

    Jürg Buchwalder (Geigenbau)
    Im Lohnhof 8
    CH-4051 Basel

    Olivier Cottet (Oboenbau)
    Le Bois des prés
    FR-28410 Boutigny Prouais


    Museum für Musik / Historisches Museum Basel

    Institut de recherche sur le patrimoine musical de France, Paris

    Musiques suisses

    ensemble arcimboldo


    Kooperationen

    • Institut de recherche sur le patrimoine musical en France (IRPMF)
      Dr. Hab. Florence Gétreau
      2, rue Louvois
      F-75002 Paris

      Centre de documentation en iconographie musicale, Euterpe
    • Nicole Lallement,
      2, rue Louvois
      F-75002 Paris

    • Centre de Musique Baroque de Versailles
      Catherine Cessac, Jean Duron, Anne Piéjus, Nathalie Berton
      Hôtel des Menus-Plaisirs
      22 avenue de Paris
      78003 Versailles
       
    • Deutsches Museum München
      Musikinstrumentensammlung
      Dr. Silke Berdux
      Museumsinsel 1
      D-80538 München

     

Texte

Im Aufbau. In Kürze werden alle Open Access-Beiträge zum Projekt «La Grande Ecurie» hier verfügbar sein.